Analyse der Insassenbewegung bei schieffrontalen Kollisionen - Ergebnisse aus nahezu 900 Stoßexperimenten

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Hauptautor

Kalthoff W.

Co-Autoren

Boström K.J., Mühlbeier A., de Lussanet M.H.E., Wagner H., Castro W.H.M

Medientyp

PDF-Dokument

Publikationsart

Vortrag

Erscheinungsjahr

2019

Verlag

28 EVU Conference, Barcelona

Literaturstelle

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In dem vorliegenden Aufsatz werden die ersten Ergebnisse einer Studie vorgestellt, deren Aufbau auf der EVU-Tagung 2017 im Detail beschrieben wurde. Bei den Versuchen wurde ein Pkw Smart Fortwo von einem Lkw gezogen und unter einem Winkel von 45° mit einem Pendel angestoßen. Hierdurch erfuhr der Pkw eine kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung von etwa 3 und 6 km/h. An den Versuchen nahmen 66 Freiwillige teil. Ferner kamen zwei Dummys zum Einsatz. Es wurden insgesamt 446 Versuche durchgeführt, was 892 Stoßexperimenten entspricht. Jeder Proband erfuhr während der Versuche ca. 10 bis 18 Stöße. Von den insgesamt 66 Probanden hatten nach den Versuchen lediglich 3 Probanden kurzandauernde Beschwerden. Insgesamt erhöhten sich die kinematischen Werte mit der Kollisionsstärke. Gleiches gilt für die Reflexamplitude. Eine angespannte Körperhaltung vor der Kollision führt in der Elektromyografie (EMG) zu einer erhöhten Amplitude und Latenz im Vergleich zum entspannten Zustand. D.h. im entspannten Zustand setzt die Muskelaktivität früher ein. Die Insassen konnten durch eine angespannte Körperhaltung ihre Kopfauslenkung verringern. In der Sekundärbewegung ist die Kopfbewegung mindestens so ausgeprägt wie in der Primärphase. Der Einfluss des Gurtes ist auf dem vorliegenden Geschwindigkeitsniveau gering. Dennoch sind Unterschiede erkennbar. Die verwendeten Dummys können nicht realistisch die Bewegungskinematik der menschlichen Halswirbelsäule wiedergeben.

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